Wir über uns …

Der bundesverband bildender künstler westfalen e.v. — kurz: bbk westfalen — als größter Künstlerverband im westfälischen Raum mit einem Einzugsbereich vom südlichsten Siegerland über das Ruhrgebiet bis zum nördlichsten Münsterland, vom Niederrhein bis zum Teutoburger Wald und darüber hinaus, sieht neben seinen grundsätzlichen berufsständischen Aufgaben als Anwalt der Künstler (Satzung zum Download) besonders seinen Auftrag darin, die Kulturarbeit der Region und die Kontaktpflege zu den Bürgern intensiv mitzugestalten unter anderem durch die Präsentation der Werke seiner Mitglieder und darüber hinaus aller westfälischen Künstler in offenen und themenbezogenen Ausstellungen und Projekten und durch die Publikation seiner Arbeitsergebnisse in Form von Katalogen u.v.m.

Der bbk westfalen mit Sitz in Dortmund ist korporatives Mitglied im Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler e.V. und im Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler, Landesverband NRW e.V. Vorstandsmitglieder sind in den übergeordneten Gremien maßgeblich vertreten.

Für den professionellen Künstler, der den Beruf auch in der Hoffnung auf Broterwerb studiert hat und ständig an sich und seinem Werk weiterarbeitet, ist die Öffentlichkeit in Form von Ausstellungen als Anerkennung und Chance für Verkäufe und Aufträge von eminenter Bedeutung. Hier leistet der Verband kollegiale Hilfestellung

Neben der selbstverständlichen, auch in der Satzung verankerten Förderung junger Künstler stehen als wesentliche berufspolitische Aufgaben und Zielsetzungen u.a.:
Mitbestimmung im kulturpolitischen Bereich über Beiräte und Mitarbeit in Sachgremien, Verbesserung der Kunst- und Künstlerförderung, Sicherung des Arbeitsplatzes Kunst durch Förderung der Ausbildung und Erleichterung von Existenzgründungen, Verwirklichung eines kulturfreundlichen Steuerrechts, Wahrung der Urheberrechte im künstlerischen Bereich (über die VG BildKunst), Vertragsrecht, Verankerung einer Ausstellungsvergütung, Beteiligung bildender Künstler an öffentlichen Baumaßnahmen und Transparenz der Wettbewerbe, Kunstfond, Verbesserung der sozialen Absicherung (Künstlersozialversicherungsgesetz), Atelierversorgung u.v.m. Ohne den starken Verband gäbe es die, wenn auch noch verbesserungsfähigen, gesetzlichen Absicherungen nicht.

Als flächendeckender Verband mit einem großen Einzugsbereich hat der bbk westfalen e.v. eine besondere Organisationsstruktur: neben den Vorsitzenden, dem Geschäftsführer und den Fachbeauftragten gehören zum Gesamtvorstand auch die Vertreter der einzelnen Bezirksgruppen in den Großstädten und Kreisen. Diese sind Ansprechpartner/ Bevollmächtigte für Behörden etc. und als Moderatoren für die Kollegen vor Ort erreichbar.

Bernd Figgemeier, Ehrenvorsitzender des bbk westfalen

Aktuelle Satzung als PDF zum Download

6. bis 28. Juni 2009

Ein Projekt des bbk westfalen e.v.
Kulturspeicher Dörenthe, Hafenstraße 14, 49479 Ibbenbüren

Vernissage:
Samstag, 6. Juni um 17 Uhr

Begrüßung:
Dr. Gerd Overmeyer, Vorsitzender des Fördervereins Kulturspeicher Dörenthe e.V.

Einführung:
Bernd Figgemeier, Vorsitzender des bbk westfalen e.V.

Barbara Abendroth, Ander, Marlies Backhaus, Brigitte Bailer, Michael Becker, Evi Binzinger, Mathilde Budde, Claudia Bühler, Rolf Busch-Matthiesen, Viktor Cleve, Artur Cremer-Acre, Regina Damovsky, Gisbert Danberg, Ija Daubenspeck, Gisela Diste, Heinrich von den Driesch, Ulla Dretzler, Christiane Duttmann, Petra Eckardt, Bernd Figgemeier, Era Freidzon, Renate Geschke, Peter Michael Hasse, Claus E. Heeger, Ilse Hilpert, Monika Jährig, Hiltrud Jochinke, Manfred Kassner, Miriam Klobes, Peter Kosch, Helmut Kottkamp, Brigitte Lange-Helms, Erwin Löhr, Rolf Löhrmann, Christoph Mandera, Renate Meinardus, Wolfgang Mössing, Axel M. Mosler, Klaus Nixdorf, Dieter van Offern, Thomas Ohm, Monika Ortmann, Brian J. Parker, Karl-Ulrich Peisker, Roswitha Petry-Hamann, Anschi Pohlmann, Gabriele Püttmann, Elke Seppmann, Gerard van Smirren, Elisabeth Stevens, Udo Unkel, Christoph Werdelmann, Peter Wiethoff, Annette Zumkley

Die Intention

Angeregt durch das Speicherhaus selbst und seine Funktion, durch das Umfeld mit künstlicher Wasserstraße und Naturlandschaft entwickelte sich beim ersten Zusammentreffen zwischen den BBK-Vertretern und dem Träger des Speicherhauses als Kulturort spontan die Idee des Projekts »WASSER<=>WEGE«.

Der Weg ist, mathematisch definiert, die Strecke zwischen zwei Orten, zwischen Anfang und Ende. Das sagt aber noch nichts darüber aus, auf welche Weise die Wegstrecke zurückgelegt wird. Zu den vielen Optionen gehören Umwege, das Wandern auf Haupt- und Nebenwegen, Zwischenstationen des Verweilens oder das Tempo, bedingt durch die Bewegungs- und Transportmittel, desgleichen die Möglichkeit der Rückkehr.

Die Wege können von Mensch zu Mensch gehen, zu einem Ziel wie zu den Felsformationen der Dörenther Klippen, zur Pflanzenwelt des nahen Botanischen Gartens oder zur Seenlandschaft, zu dem Bauwerk Speicherhaus oder zum Wasser und auf diesem bis in die weite Ferne.

So bieten die Themen Wasser und Wege bzw. deren Verknüpfung formal und in den Intentionen viele Möglichkeiten der gestalterischen Bearbeitung.
Künstlerinnen und Künstler aus ganz Westfalen haben sich anregen lassen und sich mit über 150 Arbeiten beworben. Dieses erfreuliche Ergebnis bedeutete allerdings, eine Auswahl treffen zu müssen, die neben den Qualitätskriterien, dem Themen- und Ortsbezug ein genaues Rechnen unter Berücksichtigung der Raumsituation beinhaltete. So musste leider die Anzahl der wandhängenden Werke stark reduziert werden.

Die Aussteller gehen mit ihren Arbeiten auf den Ausstellungsort Dörenthe am Dortmund-Ems-Kanal ein. Mit Malereien, Grafiken, Fotographien, Skulpturen, Objekten, Licht- und Bodeninstallationen in und am Speicherhaus, am Wasser und auf diesem werden in vielfältiger Weise Verknüpfungen hergestellt zwischen der Funktion des Gebäudes, den die Landschaft prägenden Besonderheiten und Wegen dorthin, sei es auf fußläufiger Wanderschaft, mit dem Leeze auf Pättkespfaden, auf Autostraßen oder zu Schiff.

Über diesen unmittelbaren Bezug hinaus können viele allgemeingültige Erkenntnisse zu den Wasser und Wege gewonnen werden, sei es die Bewegung des Wassers an sich, das Fließen, sei es der Transport von Ort zu Ort, sei es die Verbindung von Ufer zu Ufer durch Brücken oder Schnittpunkte, die sich aus dem Zusammenwirken ergeben.

Zum Gesamtkonzept des Projekts gehört zudem die Begleitung der Ausstellung durch künstlerische Aktionen und Mitmachangebote. Es führt so die BBK-Ausstellungsreihen vergangener Jahre fort, auf den Ort bzw. den Anlass mit künstlerischen Werken und Aktionen zu reagieren.

Die »WASSER<=>WEGE« sind über die genannten Aspekte hinaus als ein wesentlicher Bestandteil in das Kultursommerprogramm »Kulturufer 2009« des Kreises Steinfurt integriert.

»Wege prägen das Flächenland Westfalen-Lippe und haben die Region auf vielfältige Weise beeinflusst …«. So steht es in den Handlungsempfehlungen für Kultur, die unter Federführung des Landschaftsverbandes als Ergebnis eines Workshops von Kulturträgern im Frühjahr 2009 erarbeitet wurden. Herausgestellt wurde, dass hier »eine aktive und lebendige Kulturszene beheimatet« ist. Den hier schaffenden Künstlerinnen und Künstlern solle »die Möglichkeit einer Entfaltung« gegeben werden und gleichzeitig solle »den Bürgern ein Anspruch auf Kunst und Kultur vor Ort in der Fläche« geboten werden.

Das zu dieser Zeit schon längst in der Realisierungsphase befindliche Projekt »WASSER<=>WEGE« beinhaltet genau diese Aspekte. Dass das in Kooperation zwischen dem Förderverein Kulturspeicher Dörenthe e.V. und dem Bundesverband Bildender Künstler Westfalen e.V. entwickelte Vorhaben letztendlich realisiert werden konnte, ist neben der Kreativität der Künstler viel ehrenamtlichem Engagement zu verdanken.